Vegetarier & Co.

 

Tja, die Vegetarier und ihre Untergruppen 😉

Ohne diesen Menschen jetzt zu Nahe treten zu wollen – und ich meine das Folgende auch nicht böse – aber irgendwie blenden diese Gruppen etwas aus, bzw. haben sich diese anscheinend noch nicht wirklich mit dem Thema Tod / Töten auseinander gesetzt.
Wie sonst kann man nur auf solch eigenartige Gedanken wie: „ich töte keine Lebewesen“, oder „ich esse nichts Totes“ kommen? (abgesehen davon, leben Vegetarier udgl. auch nicht „gesünder“, s. a. „Gentechnologie“, z.B. Soja oder Tofu)

Sind Pflanzen denn keine Lebewesen?

Nur weil sie kein Nervensystem (allerdings ein Reizleitungssystem, was sehr ähnlich funktioniert!) und keinen Mund zum Schreien wie wir Menschen und Tiere haben, glauben Sie tatsächlich, dass Pflanzen nichts „empfinden“? Falls Sie Samen säen (bzw. säen lassen) wachsen und gedeihen Pflanzen doch auch – oder etwa nicht? Müssen Sie Pflanzen nicht gießen und brauchen Pflanzen kein Licht? Reagieren denn Pflanzen nicht auf Temperaturschwankungen, bei Wassermangel oder beim Wechsel von Tag & Nacht?
 
Weiters, wenn wir mit einem härteren Gegenstand an Pflanzen (Äpfel, Orangen, Paprika, Tomaten usw.) dran schlagen oder diese runter fallen (lassen), dann bekommen sie entsprechende Matsch- / Faulstellen, ähnlich wie wir Menschen und Tiere einen blauen Fleck bzw. Bluterguss. Es platzen also auch hier Zellen auf. Ebenso können Pflanzen von einem Pilz befallen werden (u. a. durch „falsche Ernährung“ = Dünger, bzw. Mangel an bestimmten Nährstoffen, s. Monokulturen) oder einen „Sonnenbrand“ erleiden.
Wenn Sie einem Baum mehrere dicke Äste abschneiden, dann müssen / sollten Sie diese „wunden“ Stellen mit Pech oder ähnlichem verkleben, da er sonst aus-„blutet“ (harzt) und befallen werden / absterben kann. Bei kleinen „Wunden“ kann dieser sich meist selber helfen – durch zuharzen. Ähnlich einer Krustenbildung bei Mensch & Tier. 

Noch ein kleines Beispiel aus dem Leben der Flora: Akazien (aber auch andere Pflanzen) verfügen über ein geniales Kommunikationssystem. Werden diese nämlich angeknabbert, stoßen sie einen bestimmten „Duft“ aus und warnen somit ihre Nachbarbäume vor Fressfeinden. Diese erhöhen dann wiederum drastisch ihren Tanningehalt, was dann neue Fressfeinde, wie z.B. Giraffen, abhält weiter zu knabbern. Anderen Pflanzen ist es allerdings auch möglich, z.B. unterirdisch (über Wurzeln), ihre selbst produzierten „Gifte“ und Botenstoffe in der Erde weiterzuleiten, um Nachbarpflanzen zu warnen, sodaß sie bestimmte Larven / Raupen (z.B. Wurzelbohrer) vor dem Anfressen abhalten können. Jede Pflanze hat somit ihre eigene Strategie sich zu verteidigen. Falls nicht, dann herrscht irgendwo in der Natur / Umgebung ein Ungleichgewicht (z.B. Monokultur – Plantagen, vgl. Massentierhaltung – Impfungen)!
Hier noch etwas ausführlicher: Sinneswahrnehmung nicht nur bei Tier & Mensch, Absatz 4 (26.10.2013), Pflanzen, die „riechen, …“ (PDF, 1999), Pflanzen mit Gefühlen (2007), Kluge Pflanzen – Wie die wilden Tiere (Clip 1v4)
Wirklich vergessen – oder nie erkannt, dass Pflanzen Lebewesen sind? 💡

Oder – nur weil Gras oder einem Baum ein abgeschnittener Ast nachwächst, meinen Sie, Pflanzen „empfinden“ nichts? Wie abwegig und eingeschränkt diese Betrachtungsweise. Warum gibt es dann eine Untergruppe bei den Vegetariern, die nur Früchte, Körner, Samen udgl. essen (Fruganer / Frutarier)? Weil sie angeblich nichts „Lebendes“ essen wollen, bzw. auch nicht töten wollen. Also sieht diese Untergruppe schon mal, dass Pflanzen leben! Immerhin 😉
Allerdings – wer sich nur von Samen udgl. ernährt, nimmt somit den evtl. daraus entstehenden Pflanzen auch das Leben, denn diese „lebendigen“ Samen können ja nicht mehr heranwachsen. Hm, so ein Teufelskreis aber auch – ohne Samen keine Pflanzen und ohne Pflanzen keine Samen. Heieiei, ….. also doch nur von Wasser, Luft & Liebe leben? 😉

Weiters, sind dann z.B. Eskimos schlechte Menschen, weil sie Robben udgl. für ihre Nahrungsaufnahme schlachten – oder Inselbewohner die vom Fischfang leben und kaum was anderes zum Essen haben? Sind Tiere wie: Krokodile, Löwen, Bären, Raubvögel usw. schlechte Tiere, weil sie andere Tiere zum Überleben reißen?
Wäre ja sonst ganz schön anmaßend! Vegetarier zu sein, das muss man sich somit auch „leisten“ können! 😮

Töten Vegetarier & Co. denn nichts „Tierisches“, wenn:

  • Sie mit dem Auto fahren und z.B. Fliegen, Mücken, Bienen usw. auf der Frontscheibe kleben (oder sind das auch keine Lebewesen?),
  • Sie auf der Straße oder auf einem Waldweg gehen und Ameisen, Würmer und Käferchen zertreten (natürlich meist unbeabsichtigt),
  • Sie sich impfen lassen (Impfstoffherstellung mit Hühnereiern),
  • Sie sich schminken, parfümieren und fleißig eincremen (Herstellung der Kosmetika durch tierischen Abfall),
  • Sie in den Urlaub fliegen und Vögel in die Turbine kommen,
  • Sie mit dem Motorboot o. ä. über´s Meer brettern und Fische in die Schraube kommen,
  • Sie Mücken erschlagen, Zecken zerdrücken, Wespennester ausräuchern, Küchenschaben bespritzen usw.,
  • Sie Insektizide auf Ihre Pflanzen (Obst & Gemüse) spritzen (lassen),
  • Sie Medikamente einnehmen (Arzneimitteltestung bei Tieren, Pharmaforschung, …),
  • usw. usw. ?

 
Nun, anschließend eine Übung zum besseren Verständnis:

Schließen Sie mal die Augen, atmen sie paar Mal tief durch und entspannen Sie sich. Stellen Sie sich nun vor, Sie wären ein Getreidehalm (Weizen, Hafer oder was auch immer). Jetzt hören Sie von weiter weg ein leises Motorengeräusch. Dieses wird nun immer lauter und lauter, weil es immer näher kommt. So langsam erkennen Sie, dass es sich um einen Mähdrescher handelt. Versuchen Sie wirklich das Gefühl zu spüren und wahr zu nehmen.
Er kommt näher und näher und wird lauter und lauter. Sie wissen auch, dass Sie fest im Boden verankert sind. Sie können NICHT ausweichen! Das Gefährt kommt aber immer näher. Sie können mittlerweile sogar die Messer hören. Der Mähdrescher ist nun nur noch einige Zentimeter von Ihnen entfernt – es gibt kein Entfliehen!

Spätestens jetzt sollten Sie mal auf Ihren Puls achten. 😉 Sind Sie jetzt immer noch der Meinung, dass Pflanzen nichts spüren?
Oder nehmen Sie einfach eine Karotte, und stellen sich vor, Sie stecken wie diese fest in der Erde, und ein – für Sie übergroßes Wesen kommt auf Sie zu und will Sie samt Ihren Wurzeln dem Boden entreißen. Meinen Sie wirklich, das sei angenehm?

Was ich hiermit zum Ausdruck bringen will, ist, EGAL was wir essen, oder wie wir uns fortbewegen – WIR ALLE TÖTEN, ob BEWUSST oder UNBEWUSST, ob GEWOLLT oder UNGEWOLLT!

Es gibt NIEMANDEN, der, in welcher Weise auch immer, NICHT TÖTET!
Ob wir das mit Pflanzenschutzmittel (die Insekten sterben und Vögel sterben an den vergifteten Insekten) machen bzw. machen lassen, oder ob wir selber Hand anlegen und ein Huhn oder ein Schwein schlachten oder sonst was schlachten lassen – wir ALLE töten – fortwährend. Selbst mit Anti-bio-tikum töten wir Leben (griech. Bios – Leben), bzw. versuchen es.

Was nun das Leben und den Tod an sich angeht, darüber lesen Sie bitte gerne mal auf meiner Startseite. Dies soll jetzt bestimmt kein Freibrief oder eine Verherrlichung zum Töten sein. Es sollte nur etwas mehr Verständnis für den Tod insgesamt aufkommen und über die Notwendigkeit, dass wir töten müssen, um selbst zu überleben!

Das viele Tiere in Massenzuchtanstalten in abartiger Weise leben, und dort auch gequält werden, das bestreitet sicher kaum jemand. Und, dass hier auch mal ordentlich mit hohen Strafen durchgegriffen werden müsste, glaub ich auch nicht. Eine (Ver)Änderung seitens der Politik, aber auch der Menschheit (Geiz ist Geil-Mentalität) wäre hier dringenst angesagt!
Meines Erachtens sollte aber auch JEDER Mensch einmal bei einer Schlachtung dabei gewesen sein, oder sogar selber mal Hand angelegt haben (z.B. einen Fisch angeln und ihn dann ausnehmen).
Eine entsprechend „aktive und bewusste“ Handlung würde bestimmt wieder ein tieferes Verständnis für das Thema „Leben & Tod“ bringen, und wäre somit für alle von sehr großem Nutzen, denn der Tod wird ja heutzutage leider zunehmend tabuisiert (vgl. Gerätemedizin – Lebenserhaltung um jeden Preis). Allerdings bekäme der ein oder Andere vielleicht auch wieder mehr Respekt vor dem Tod, bzw. dem Töten. Ein schönes Ritual hierzu, was jeder immer wieder machen kann, wäre: sich vor dem Essen – bei dem Tier od. der Pflanze zu bedanken, dass es / sie für den- / diejenige(n) „gestorben“ ist, um sie / ihn zu ernähren. Dies hat nämlich mit Achtung, Respekt und einem sorgsamen Umgang miteinander zu tun.

Andererseits, könnten Sie sich mal nach obigem Beispiel vorstellen, wie es ist, wenn z.B. Tonnen von Tomaten geerntet werden und dann unter der Last der anderen zusammen gequetscht werden (vgl. Massentierhaltung)? >> Naja, das macht doch nix, die kommen doch eh gleich in die Saft- / Ketchuppresse. << „Ach so, ich vergaß, Pflanzen sind ja keine Lebewesen“ 😮
>> Aber das kann man doch nicht vergleichen? << Klar, Tomaten haben ja kein Nervensystem, keinen Mund, sie können nichts erzählen und auch keine Artgenossen anbeißen – na dann?!
Hm, wussten Sie, dass es unter den Pflanzen auch Schmarotzer gibt, welche andere umschlingen, um selber zu überleben? Oder, was ist mit fleischfressenden Pflanzen, wie z.B. die Venusfliegenfalle oder auch hier die raffinierten Jagdmethoden der Venusfliegenfalle? Tja, fressen und gefressen werden! So ist nun einmal die Natur, ob wir das nun „grausam“ finden oder nicht. Was aber den entscheidenden Unterschied zum Menschen ausmacht: Tiere, Pflanzen usw. töten nicht aus Hass, Raffgier oder des Profites wegen, sondern einfach nur um selbst zu überleben. Das man somit Pflanzen (Raps, Mais etc.) anbaut, nur um damit zu heizen oder Sprit daraus zu machen – da dreht sich bei mir der Magen um!

Nun gut, es kann ja jeder essen was er will und wenn jemandem Fleisch nicht schmeckt, dann ist das ja auch in Ordnung so! Aber, die „andere“ Gruppe von Vegetarier & Co. sollten NICHT glauben, dass sie „bessere“ oder „gesündere“ Menschen sind, nur weil sie angeblich keine Lebewesen töten! Diese Vegetarier & Co. führen sich letztendlich selber ad absurdum, denn: Entweder essen sie etwas „Vitales“ (lat. vita – das Leben), dann töten sie „Etwas“ – spätestens beim Akt des Verspeisens, oder sie essen eben nichts „Lebendiges“, also etwas „Totes“. Was soll dann aber daran gesund sein? Diese Augenklappe muss ich Ihnen hiermit entreißen, so gern´s mir leid tut. 😉
Ein weiterer wichtiger Faktor der noch dazu kommt ist, dass ein Großteil des Obstes und Gemüses  (z.B. Bananen, Tomaten) unreif geerntet, in Kühlcontainern transportiert und dann in Kühlhäusern (zw. 1-2° C, mit reduziertem O2-Gehalt, wegen Nachreifung) gelagert werden. Das unreif gepflückte Obst und Gemüse hat aber dann zur Folge, dass bestimmte „Substanzen“, z.B. das bioaktive Lycopin in Tomaten, nicht produziert werden. Dieses entsteht eben nur bei entsprechender UV-Einstrahlung und Reifung an der Pflanze.

Pflanzen sind anders, aber sie sind auch Lebewesen!
 

Hier noch ein paar Videoclips:

Spanische Tomaten, die selbst Spanier nicht essen

Der kleine Treibhauseffekt (1v6) – vgl. Massenzucht (Plantagen) vs. Massentierhaltung!

Lebensbedingungen in El Ejido (1v2)

Almeria – Gewächshäuser – We feed the World (1vX)
 
  
Anmerkung:

Zum gesundheitlichen Aspekt beim Fleisch kommt´s halt wie überall auf die Qualität an (s. a. „Gentechnologie“ –> Pestizide, chem. Rückstände usw. in Obst & Gemüse)! Dass vergleichsweise ein hormongespritztes Mastfleisch aus dem Supermarkt auf Dauer – und in größeren Mengen genossen – nicht förderlich ist, sollte klar sein (natürlich auch nicht aus Massentierhaltung). Beziehen Sie aber ein qualitativ „hochwertiges“ Fleisch, evtl. direkt vom (Bio)Bauern oder einem (Bio)Metzger Ihres Vertrauens, spricht einem Verzehr nichts dagegen.

Weiters: Äußerungen (in Foren, bei Vorträgen, auf Plakaten usw.) wie „totes Fleisch- / Tieresser, Mörder“ udgl. zeigen auch nur eine eingeschränkte Sichtweise desjenigen auf. Meinen Sie denn wirklich, wenn ein Salatkopf mehrere Tage im Supermarkt und dann evtl. zu Hause noch entsprechend lange im Kühlschrank liegt, dass das kein „totes Irgendwas“ ist (Vitamine finden Sie da schon lange keine mehr drin)? Übrigens, wussten Sie, dass Obst bis zu 2 Jahre in Kühlhallen (nicht gefroren) gelagert und es dann trotzdem als frisch verkauft werden darf (vom Energieaufwand mal ganz zu schweigen)? In „diesem“ Sinne – tot ist tot, egal ob Tier oder Pflanze!
 

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